16.11.2010 (Quelle Pegnitz Zeitung) Bürgerversammlung in Neuenhof - Die Neunhofer Bevölkerung lehnt fast geschlossen ein Windrad über ihren Köpfen, auf dem Galgenberg Richtung Bullach, ab.
08.05.2010 - Leserbrief (Quelle: Pegnitz Zeitung) - Keine Bäume aus Stahl - Die Interessengemeinschaft Lebenwertes Land (ILL) trifft sich, wie berichtet, Donnerstags im Landgasthof Grüner Baum in Bullach. Mit zunehmendem Interesse der Bürger aus den umliegenden Ortschaften stieg die Anzahl der Teilnehmer um mehr als das Vierfache zur ersten Veranstatlung. Dies bedeutet für die ILL, dass ein großes Interesse der Bewohner aller umliegenden Ortschaften besteht, unsere Infrastruktur sowie unsere Lebensqualität für Mensch und Tier, ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen, weiterhin zu erhalten. Nach wie vor ist keiner der Anwesenden gegen erneuerbare Energien bzw. gegen Wind-krafträder. Wir Bürger nehmen hier nur offenkundig wahr, was mit unserem Lebensraum und unserer Lebensqualität passiert, wenn wir diese WKK`s an den bekannten vor-gesehenen Vorbehaltsflächen in einer Höhe von ca. 180 Metern und einem ca. Abstand von 500 bis 800 Metern bekommen und nichts weiter dagegen unternehmen. Wind-krafträder gehören dahin, wo Mensch und Tier ohne Beeinträchtigung von Infraschall, Schattenwurf und Geräuschentwicklung ohne gesundheitliche Bedenken leben können....Ist es denn wirklich möglich, diese Anlagen mit einer Höhe von 180 Metern so nah an Ortschaften zu bauen, wo es doch bereits erwiesen ist, dass gesundheiliche Schäden die Folge sein können?....
Zitat Leserbrief (Quelle: Pegnitz Zeitung): ...Natürlich ist der Fortschritt nicht aufzuhalten, aber ist die Windkraft denn wirklich ein Fortschritt? Wie sieht es z.B. in der Zukunft mit den Stromkosten aus. Gesetz den Fall, dass Windrad steht mangels Wind still bzw. dreht sich nicht genug, um Windenergie zu erzeugen. Was dann? Wird dann Strom zugeschaltet, um die Rotorblätter anzutreiben? Wie ist die Energiebilanz überhaupt? Wie viel Energie wird für die Herstellung der Windräder gebraucht. Wie viel Natur wird umweltfreundlich daran glauben müssen, wie viel Wald wird vernichtet? Wie viel Strom kann für wie viele Haushalte mit einem Windrad erzeugt werden? Wie viel Prozent der Stromerzeugung wird durch Windkraft gedeckt? Wie viel Lärm entsteht durch die Windräder?...Wie groß ist der Schattenwurf? Warum ist es nicht möglich den gefangenen Windkraftstrom zu speichern? Warum werden Subventionen bei Solar- und Photovoltaik gestrichen und in die Wind-Energie gesteckt?...
Zitat Leserbrief(Quelle: Pegnitz Zeitung):Abstände sind zu gering - Bisher hat jedes Bundesland andere Regelungen, was den Adstand zwischen Windkraftanlagen und Wohngebieten betrifft. Niedersachsen schreibt bei neuen Windrädern einen Mindest-abstand von 1000 Metern zum nächsten Wohngebiet vor. Schleswig-Holstein empfiehlt mindestens die fünffache Anlagenhöhe als Entfernung zum nächsten Dorf. In Nordrhein-Westfalen beschloss man einen Erlass, dass künfig ein Mindestabstand von 1500 Metern zugewiesen werden kann. Demzufolge liegt es doch nahe, das solche erweiterten Abstände ihre Berechtigung haben. Im "fortschrittlichen" Bayern überlässt der Gesetz-geber solche Festlegungen bislang den regionalen Planungsverbänden. Das würde im Neunhofer/Bullacher Projekt bedeuten, dass auch der Abstand von 520 Metern zugelasen werden würde, obwohl es sich bei den bei uns geplanten Anlagen um 180-Meter-Riesen handelt (oder mehr?). Dem Weißstorch empfiehlt man ein Gebiet von zwei Kilometern einzuräumen, was wir ihm natürlich auch gönnen, den Menschen allerdings mutet man einen minimalen Abstand zu, obwohl sie gesundheitliche Bedenken äußern und ihre Lebensqualität eingeschränkt sehen. In unserer näheren Umgebung in der Fränkischen Schweiz (Ebermannstadt, Eggolsheim, Gräfenberg) wurden 2005 Windkraft-Anlagen abgewendet, der dortige Stadtrat beschloss, dass ein Abstand von unter 1500 Metern zur nächsten Bebauung nicht zumutbar ist. Dem deutschen Bundestag liegt eine Petition vor, in der ein Abstand von 1500 Metern oder gar die zehnfache Anlagenhöhe angestrebt werden. Könnte es sein, dass seitens der Anlagenbauer nun schneller Handlungsbedarf vorliegt? Vielleicht könnte es in naher Zukunft folgende Aussagen geben: "Die Wind-krafträder im Raum Bullach/Neunhof durfte man damals noch so nahe an Ortschaften bauen, es wäre zu den heutigen Erkenntnissen und menschenfreundlicheren Bestimmungen undenkbar"...
Beitrag - SPD gegen Windräder(Quelle: Pegnitz Zeitung): Die SPD-Fraktion im Laufer Stadtrat ist gegen den Bau von Windkraftanlagen zwischen Bullach und Neunhof. Zur nächsten Stadtratssitzung soll ein Antrag gestellt werden, solche Anlagen zu ver-hindern. Windkraft sei zwar eine wichtige Technologie im Mix der alternativen Enegien und müsse grundsätzlich gefördert werden, heißt es in einer Pressemitteilung von gestern Nachmittag. Und weiter:" Windkraftanlagen können aber nicht gegen den massiven Willen der Befölkerung durchgesetzt werden. Die Einvernehmlichkeit mit Bürgerschaft ist wichtiger Bestandteil in der Umsetzung alternativer Energieprojekte vor Ort....Daher stellt Stadtrat Björn Breuer für die SPD-Fraktion einen fünf Punkte umfassenden Antrag, mit dem Ziel Windkraftanlagen in diesem Gebiet zu verhindern. Unter anderem beantragt die SPD-Fraktion darin, ein im immissionsrechtlichen Genehmigungsverfahren zu äußerndes gemeindliches Einverständnis seitens der Stadt Lauf nicht zu erteilen. Auch wendet sich die Fraktion gegen die Umwandlung der vorhandenen Vorrangsflächen für Windkraft. Darüber hinaus sind Breuer und seine Mitstreiter gegen die Verpachtung beziehungsweise den Verkauf stadteigener Flächen zwischen Neunhof und Bullach an potentielle Wind-kraftbetreiber. Eine Sonder-Bürgerversammlung soll demnächst die Bullacher, Nuenhöfer und Simonshofer über den Verfahrensstand, mögliche Verfahrensverläufe und das weitere Vorgehen der Stadt informieren.